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// LEISTUNG 10 — WARTUNG
Website-Wartung.
Eine Website ist kein Möbelstück, das einmal aufgestellt wird. Sie ist Software, die Tag und Nacht am offenen Netz hängt — und die niemanden benachrichtigt, wenn sie kaputtgeht.
Was Wartung wirklich ist
Der Satz „die Website ist fertig" stimmt genau einen Tag lang. Danach beginnt die Seite zu altern, ohne dass man ihr etwas ansieht: In den Bausteinen, aus denen sie besteht, werden laufend Sicherheitslücken gefunden — nicht beim Bauen, sondern Monate später, von jemand anderem. Veröffentlicht wird so eine Lücke samt Beschreibung. Ab diesem Tag ist sie öffentliches Wissen, und automatische Programme fahren das ganze Netz danach ab.
Wartung schließt diese Lücken, bevor sie an Ihrer Seite jemand findet. Das ist keine Zusicherung, dass nie etwas passiert — es verkleinert das Zeitfenster, in dem etwas passieren kann, von Monaten auf Tage. Wer diesen Unterschied nicht benennt, verkauft ein Gefühl statt einer Leistung.
Der Ausfall, den niemand bemerkt
Der teuerste Schaden ist selten der sichtbare. Eine Seite, die weiß bleibt, fällt in zehn Minuten auf. Ein Kontaktformular, das nach einem Update nicht mehr verschickt, fällt monatelang niemandem auf — es meldet keinen Fehler, es zeigt dem Absender brav „Danke für Ihre Nachricht", und im Postfach kommt einfach nichts mehr an.
Was Sie davon merken: Es wird ruhiger. Und weil niemand weiß, wie viele Anfragen ausbleiben, wird das der Konjunktur zugeschrieben, dem Wetter oder der Werbung. Deshalb ist die wichtigste Prüfung nicht die Seite selbst, sondern der Weg dahinter: Formular abschicken, Mail verfolgen, Ankunft bestätigen.
Was regelmäßig passiert
- Updates einspielen — System, Erweiterungen und Bausteine auf aktuellem Stand. Nacheinander statt alles auf einmal, damit im Fehlerfall klar ist, woran es lag.
- Backup mit Rückspiel-Test — eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung, sondern eine Datei. Sie wird zur Probe eingespielt.
- Formular- und Mailweg prüfen — Testanfrage abschicken und nachsehen, ob sie tatsächlich im Postfach liegt.
- Erreichbarkeit überwachen — die Seite wird laufend abgefragt. Fällt sie aus, erfahren wir es, nicht Ihr Kunde.
- Zertifikat und Weiterleitungen — HTTPS gültig, alte Adressen leiten weiter, keine Warnung im Browser.
- Tote Links und Fehlerseiten — Verweise ins Leere finden und ersetzen, bevor Google sie zählt.
- Ladezeit im Blick — messen statt schätzen, und melden, wenn etwas spürbar langsamer wird.
- Datenschutz-Stand — prüfen, ob eingebundene Dienste, Impressum und Datenschutzerklärung noch zusammenpassen.
Nach jedem Durchlauf bekommen Sie einen kurzen Bericht. Nicht, weil das gut aussieht, sondern weil Wartung, von der man nichts sieht, von Wartung, die nicht stattfindet, nicht zu unterscheiden ist.
Was Wartung nicht ist
Sie ist keine Suchmaschinenoptimierung und kein Ersatz für neue Inhalte. Eine gewartete Seite steht nicht weiter oben — sie fällt nur nicht aus. Sie ist auch keine Garantie: Wer für einen kleinen Monatsbetrag „Rundum-Schutz" zusagt, verkauft ein Wort, das niemand einlösen kann.
Und sie ist nicht das, was in vielen Wartungspaketen tatsächlich passiert — ein automatischer Update-Klick, den nie jemand nachprüft. Wenn dabei das Formular stirbt, merkt es niemand, denn geprüft wird ja nichts. Genau der Teil, den man sich sparen kann, ist der Teil, der die Arbeit macht.
Für wen ist das gedacht?
Für Betriebe ohne eigene IT-Abteilung, bei denen die Website sonst niemandem gehört — und in die im Zweifel niemand hineinsieht. Besonders für WordPress-Seiten: Sie bestehen aus vielen Erweiterungen und haben entsprechend viele Stellen, die altern.
Auch dann, wenn die Seite nicht von uns ist. Wir sehen uns vorher an, worauf sie läuft und in welchem Zustand sie ist — erst danach reden wir über laufende Betreuung. Und wenn dabei herauskommt, dass sich eine Erneuerung mehr lohnt als das Warten des Alten, sagen wir Ihnen das.
Wie das bei uns abläuft
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Wo liegt die Seite, womit ist sie gebaut, was ist wie lange nicht aktualisiert worden, gibt es überhaupt Backups. Daraus ergibt sich, was regelmäßig zu tun ist und in welchem Abstand — bei einer Seite mit Shop ist das etwas anderes als bei fünf Unterseiten.
Danach läuft es fest getaktet, mit Bericht. Sie haben einen Ansprechpartner mit Telefonnummer statt eines Ticketsystems, und der Preis steht vorher fest. Wie wir grundsätzlich arbeiten, steht auf der Seite Ablauf.
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